Nicht immer ist gut gemeint auch gut gemacht: Der Hund hat sich auf seine Decke gelegt und schlummert vor sich hin. Der Mensch geht zu ihm, streichelt ihn und der Hund steht nach kurzer Zeit auf und legt sich an einer anderen Stelle im Raum hin. Manchmal dreht er sich auch auf den Rücken und der Mensch streichelt dann den Hundebauch.

 

Die Empfindungen und die Körpersprache der Hunde zu deuten ist komplex. Wir sind keine Hunde und können sie nicht zu diesen Dingen befragen. Hilfreich sind Beobachtungen von Hunden untereinander und ebenso das Spiegeln unserer Handlungen bei einem anderen Menschen:

  • Empfinden wir es als angenehm, wenn wir uns zur Ruhe auf das Sofa gelegt haben und jemand kommt zu uns und rubbelt uns hektisch über das Kopfhaar?
  • Wie ist es in dieser Situation, wenn uns jemand auf den Oberarm klopft?
  • Mit welcher Geschwindigkeit erfolgt eine  Massage zur Entspannung?

Hund liegen in Entspannungsphasen oft einfach in der Nähe zueinander oder mit Körperkontakt. Es ist bei Hunden, wie bei uns Menschen auch, individuell unterschiedlich wie viel Nähe und Körperkontakt als angenehm oder schon unangenehm empfunden wird. Die Stress- und Beschwichtigungssignale der Hunde geben hierbei dem aufmerksamen, sachkundigen Menschen eine wichtige Rückmeldung.